Re: Die Kreuzzüge sind noch lebendig

Die Ewige Religion

Geschrieben von Taube am 27. Dezember 2002 14:55:28:

Als Antwort auf: Die Kreuzzüge sind noch lebendig geschrieben von Taube am 24. Dezember 2002 11:26:51:

Liebe/r Capuccino,

>>wohl Ich habe gelesen deinen langen Text<<

danke für die "Mühe" meinen Beitrag gelesen zu haben !

Und meine Frage an dich:

Was willst du tun?
Wie willst du uns nun zum Dasein etwas einladen?

Meine Intension für diejenigen, die sich davon ansprechen lassen, ist die, einmal darüber nachzudenken, wohin die Veräusserlichung einer Religion führen kann.
Vielleicht denkt der/die Eine oder der/die Andere, egal welcher Religion oder welchem Glaubenssytem angehörig, mal darüber nach mehr in sich hineinzuhorchen, was denn die Grundessenz (s)einer Religion oder (s)eines Glaubenssystems eigentlich ist ?! Das könnte dann dazu führen, dass man nicht mehr so davon abhängig ist, was "Pharisäer" und "Schriftgelehrte" ständig neu hineininterpretieren, um die Botschaften einer Religion / Glaubenssystems "passend" für ihren Machterhalt zu "machen".
Wenn ich dies -für mich- auf die Kernaussagen des Christentums beziehe, so fallen mir spontan die Bergpredigt und die Zehn Gebote als deren Grundessenz ein.
Der wesentliche Ausfluss -für mich- daraus sind z. B.:
"Liebe Gott über alles und Deinen Nächsten wie Dich selbst"
und
"Was Du nicht willst das man Dir tu, das füg´auch keinem Anderen zu
bzw.
"Was Du willst das man Dir tu, tue Du anderen zuerst"

Würde sich nun jeder sogenannte Christ daran halten oder sich zumindest intensivst darum bemühen - so denke ich- würden wir weniger den "Amtsinhabern"
der kirchlichen oder sonstigen Hierarchien / Institutionen auf "den Leim" gehen mit ihrem ewigen theologischen Geplänkel und ihren Haarspalterein über jeden Satz und jedes Wort der Schriften, die doch meist wiederum nur zu Trennung, Streit und Feindschaft führen.
Jeder könnte tagtäglich zu allen möglichen Gelegenheiten sein Denken, Tun und Handeln an diesen Grundaussagen messen und sich entsprechend zum Positiven hin verändern.
Das wiederum könnte weite Kreise in Familie und Gesellschaft so verändern, dass solche widergöttlichen ( meine Überzeugung ) Handlungen wie die Kreuzzüge der Vergangenheit und "neuen Kreuzzüge" der Gegenwart nicht mehr so einfach von unseren religösen / kirchlichen und weltlichen Machthabern in Gang gesetzt werden könnten.
Die Veränderung fängt allerdings bei jedem von uns selbst an.

Vielleicht können so die Gläubigen jedweder Religion oder Glaubenssystems in ihrem Bereich das über die Grenzen ihres Glaubens hinausragende, verbindende positive Grundelement finden, das uns in unserem Inneren miteinander verbindet.
Wir sollten weniger die uns trennenden Elemente immer und immer wieder herausstellen, sondern die uns alle einenden Elemente unserer Überzeugungen.
Das könnte dann zu mehr gegenseitiger Toleranz, Achtung und wohlwollendem Interesse im Miteinander führen.
So fiele es auch den "Schriftgelehrten" und "Pharisäern" nicht mehr so leicht uns "An der Nase herumzuführen", ja irgendwann würden sie sogar überflüssig werden, da die Bewusstseinseintwicklung der Menschen diese dann nicht mehr benötigte, sondern jeder in seinem eigenen Inneren die "verbindende Liebeskraft" entwickelt hätte.
Wie gesagt zumindest nach und nach.

>>Ich höre gespannt<<

Ich hoffe Dich nicht enttäuscht zu haben !!

Wie gesagt: Meine Überzeugung

friedvolle Taubengrüsse





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