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Das Judentum bestand schon vor dem
Christentum und vor dem Islam. Und doch gibt es auch eine Zeit vor
dem Judentum. Gegründet wurde das Judentum nämlich erst nachdem das
Reich der Israeliten um 586 vor Christus durch den Babylonischen
König Nebukadnezar besetzt wurde (Babylonisches Exil) und später an
die Perser überging. Der Perserkönig Kryos erlaubte einer Gruppe von
Israeliten, einen Tempelstaat mit einem Hohenpriester als Oberhaupt
zu errichten. Diese jüdische Gruppierung machte sich diese
Gelegenheit zu Nutze, die heiligen Schriften neu auszulegen und
beanspruchte dabei die alleinigen Rechte im Umgang mit religiösen
Fragestellungen. Gerne hätten Sie ein Königreich errichtet, wie zu
Davids Zeiten. Diese Idee wurde jedoch von den Besatzern abgelehnt.
Jedenfalls sahen sie sich als Vertreter der Worte Moses und nahmen
Abraham zum alleinigen Stammvater ihrer Religion. So beanspruchten
sie auch die Selbstbezeichnung „Israeliten“ als Eigennamen
ausschliesslich für sich selbst, um sich von den übrigen Israeliten-
Stämmen und Nationen im Lande abzugrenzen. So sahen sich unter
anderen auch die israelitischen Samaritaner benachteiligt, welche
sich bis dahin als die Bewahrer der Tora (Heilige Schrift von
damals) ausgaben. Die Schamerim (israelitische Samaritaner oder auch
genannt Barmherzige Samariter)
verstanden und verstehen sich noch heute als Observanten und
Einhalter der Satzungen Mose (Tora oder Pentateuch). Sie sehen sich
als die Vertreter des alten Israels und vertreten dessen Gottesbild.
Durch die Pharisäer wurden die Rituale erweitert angewandt, so dass
sie sich gänzlich von der Ewigen Religion, so wie sie bei den Ur-
Israeliten noch gelebt wurde, gänzlich entfernt hatten. Unter dem
Zeichen des Davidsterns haben sie sich eine neue religiöse Richtung
mit einer neuen Sprache, dem Hebräisch im Nahen Osten eingegliedert.
Vor dem Jahre 530 vor Christus war aber noch alles ganz anders. Es
gab bei den Israeliten nur ein Dankensopfer an Stelle der vielen neu
geschaffenen Opferritualen. Auch der Davidstern existierte noch
nicht. Die Israeliten der Zeit vor dem Babylonischen Exils kannten
in der Semitischen Religion noch das Pentagramm als Schutzsymbol und
wörtliches Piktogramm mit der Bedeutung „Schöpfergott“. So wurde
auch der vom König Salomo gebaute Tempel mit dem Pentagramm verziert
und die Ewige Religion mit Ehrfurcht gelebt. Gerechtigkeit war
höchstes Gebot bei den Ur-Israeliten und der Schöpfergott wurde als
einziger Gott gefürchtet. Dabei wurde der Ewige Bund, den Gott mit
Noah, Abraham und Moses geschlossen hatte als einzig gültiger Bund
akzeptiert und aus Respekt zu Gott nie gebrochen. Erst die
rabbinischen Juden haben ihren neuen Sinai- Bund herbeigeführt. Aber
viele Juden erkennen in ihrer Religion noch immer einen
ursprünglichen Ewigen Bund, der durch Abraham bis heute als Ewige
Religion weiterlebt. So erkennt man, dass nicht alle Juden die
orthodoxen Rituale einhalten, weil ihr Herz die Ewige Religion des
Schöpfergottes in den Vordergrund bringen.
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Abraham soll
doch zu einer grossen und mächtigen Nation werden, und in ihm sollen
gesegnet werden alle Nationen der Erde! Denn ich habe ihn erkannt,
damit er seinen Söhnen und seinem Haus nach ihm befehle, dass sie
den Weg des HERRN bewahren, Gerechtigkeit und Recht zu üben
1.Mose 18,8
Und mein Volk wird
mich verlassen und meinen Bund brechen, den ich mit ihnen
geschlossen habe.
5.
Moses 31,16
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