Re: warum nicht?

Die Ewige Religion

Geschrieben von Ahmet am 02. Oktober 2001 21:09:50:

Als Antwort auf: Re: Christentum ohne die Konzile? geschrieben von Pi am 30. September 2001 21:51:27:

Hallo Pi

>> es fehlen in der Liste mit den Konzilien noch die Synoden, die Papstdokumente, die Verkündigungsbullen von Dogmen und andere Lehrschreiben der Bischöfe und päpstlichen Behörden.

Ja natürlich, aber dort findet man nicht noch mehr Erreignisse. Vielleicht aber mehr Detailinformationen, was die Sache nur noch komplexer erscheinen lässt.

>> 1. Es gibt gar kein Urchristentum. Von Jesus ist uns kein geschriebenes Wort überliefert. Alles, was wir über ihn zu wissen glauben, ist bereits Traditionsgut der Kirche. Es ging durch die Filter der unterschiedlichen Gemeinden.

Richtig, Jesus sah sich gemäss den heutigen Evangelien als einer, der sich den Lehren der Väter widmete und nur diese als richtig verstand. Das war das Volk, das vor den Pharisäern (Schriftgelehrte vor 2000 Jahren) lebte und nach der Torah lebte. Warum aber machen wir das nicht, wenn Jesus als Beispiel gelten darf? Sollten wir uns nicht auch nach dem richten, was Jesus gepredigt hat?

>> 2. Die katholische Kirche versteht sich in einem dynamischen Vorgang von Offenbarungen. Im Gegensatz zum Islam, wo eine statische Offenbarung an Mohammd ergangen ist, weht der Heilige Geist, wo er will. Dieses Wehen treibt das Kirchenschiff weiter in der Erkenntnis des Göttlichen und weiter in dieser Welt.

Wenn aber mit dem Argument des "Heiligen Geistes" gearbeitet wird, so verfällt die Eigenschaft Gottes, ewig und vollkommen zu sein. Ist das nicht etwas zu wage, die vollkommene Lehre Gottes einfach als ungenügend oder falsch abzustempeln? Dynamisch ist schon o.k., müsste sie aber wieder zum Ursprung finden und der liegt vor der Zeit des ersten Konzils (325 n.Chr.).

>> 3. Jede Religion verändert sich mit der Zeit, weil die Lebensumstände der teilnehmenden Menschen sich verändern. Deshalb ist es vielleicht sogar besser diese Veränderungen zu dokumentieren und damit einen Schlüssel für die Weiterentwicklung zu produzieren.

Genau weil sich Religionen durch den Einfluss der Menschen verändert haben, kamen die Propheten und auch Jesus. Die Propheten, wie auch Jesus haben die Religionen, die vom göttlichen Weg abgekommen sind, zur Zeit ihrer Erscheinung, wieder auf den rechten Weg gewiesen. Was wäre, wenn uns Menschen dies Bewusst wäre? Würden wir dann nicht als Weiterentwicklung den Ursprung der Religionen anstreben? Wäre es nicht schön, eine so grosse Gemeinschaft zu sein, die nach den "Zehn Geboten" lebt und Gottergeben leben würden?

>> 4. Wieso nur hohe Würdenträger auf Konzilien? Reisen war bis vor gar nicht so langer Zeit extrem gefährlich und extrem teuer.

Glaubst Du wirklich, das dies ein Grund war?

Gruss
Ahmet

>>Pi





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