Re: Die Zehn Gebote
Geschrieben von Tina am 25. März 2000 10:25:12:
Als Antwort auf: Re: Die Zehn Gebote geschrieben von Ahmet am 21. März 2000 12:43:42:
Hallo Ahmet,
>Ich verstehe Dich sehr gut. Bei mir ist es aber so, dass ich davon ausgehe, dass einst ein Urgesetz bestand. Dieses Urgesetz ist für mich das Gesetz, welches heute noch als die Zehn Gebote überliefert sind. Ich glaube nämlich, dass diese Zehn Gebote Alles(Zwischenmenschliche Beziehung und Beziehung zu Gott) regeln würden, sofern diese auch bewusst wahrgenommen würden.
Ich möchte deine Überzeugung nicht angreifen, aber für mich sind die 10 Gebote ganz und gar nicht immer nachvollziehbar (auch wenn ich zugeben muß, daß ich als nicht-religiöser Mensch gar nicht alle 10 aufzählen kann). Sie erscheinen zwar auf den ersten Blick sinnvoll, aber es gibt auch Situationen, von denen ich denke, daß man sich nicht "stur" nach den Geboten richten sollte.
Beispiel: Eltern ehren. Was ist mit Kindern, die von ihren Eltern mißhandelt, sexuell mißbraucht und ähnliches werden. Da hört meiner Meinung nach der Respekt auf. Statt dessen ist anzeigen und einsperren angebracht. Hätte ich die 10 Gebote erlassen (nein ich will nicht Gott spielen, ist nur so ein Gerede), gäbe es noch ein elftes, in dem steht: "du trägst deinen Kindern gegenüber Verantwortung".
Zum Beispiel fangen wir doch beim 10. Gebot an. Wir wissen doch, es würde uns weh tun, wenn jemand das Auge auf deinen Freund oder deine Freundin werfen würde. Das Gleiche gilt auch für einen Gegenstand( Haus, Auto u.s.w.). Und würde es nicht auch weh tun, wenn Dir jemand etwas würde stehlen? Ich glaube, genau deswegen gibt es das entsprechende Gebot.
Oder wie sieht es aus mit Fremdgehen? Also was im Herzen geschieht, wurde mit Geboten geregelt. Weiter ins Detail, wie ich das meine findest Du in dem Link "Meine Ursprung". Jedenfalls denke ich, dass die heutigen guten Gesetze alle auf diesen Basieren. Und alle die, die für uns Menschen nicht verständlich sind(z.B. Verhütungsverbot der kath. Kirche und Überbevölkerung) haben einen anderen Ursprung.
Klar tut es weh. Andererseits glaube ich nicht, daß man den anderen halten kann, wenn Liebe und sexuelle Anziehung offensichtlich nicht mehr auf Gegenseitigkeit beruhen. Wenn mein Freund also diese andere vorzieht, bin ich ein wenig traurig, schieß ihn dann in den Wind und suche mir einen neuen Mann! Ich will ja schließlich uch nicht, daß er mir treu ist, nur weil es in einem Gebot so gefordert wird, sondern deshalb, weil er mich liebt. Tut er das nicht mehr, ist mir lieber er ist ehrlich und geht, anstatt daß er Theater spielt (das ist viel schmerzhafter, wenn man es merkt).
Bei mir würde das Gebot daher lauten: du sollst dich mit Anstand trennen, wenn die Beziehung nicht mehr stimmt (etwas was viele nicht beherrschen, weshalb es dann auch zu Gewaltexzessen etc. kommt. Gefühle kann man aber nun mal nicht erzwingen, egal was in welchen Geboten steht).
Viele Grüsse,
Tina