Re: Christentum ohne die Konzile?

Die Ewige Religion

Geschrieben von Pi am 30. September 2001 21:51:27:

Als Antwort auf: Christentum ohne die Konzile? geschrieben von Ahmet am 08. September 2001 14:44:34:

Hi,
es fehlen in der Liste mit den Konzilien noch die Synoden, die Papstdokumente, die Verkündigungsbullen von Dogmen und andere Lehrschreiben der Bischöfe und päpstlichen Behörden.
Natürlich könnte man versuchen, das Christustum auf ein Urchristentum zurück zu führen. Aber einige Argumente sprechen eindeutig dagegen.

1. Es gibt gar kein Urchristentum. Von Jesus ist uns kein geschriebenes Wort überliefert. Alles, was wir über ihn zu wissen glauben, ist bereits Traditionsgut der Kirche. Es ging durch die Filter der unterschiedlichen Gemeinden.

2. Die katholische Kirche versteht sich in einem dynamischen Vorgang von Offenbarungen. Im Gegensatz zum Islam, wo eine statische Offenbarung an Mohammd ergangen ist, weht der Heilige Geist, wo er will. Dieses Wehen treibt das Kirchenschiff weiter in der Erkenntnis des Göttlichen und weiter in dieser Welt.

3. Jede Religion verändert sich mit der Zeit, weil die Lebensumstände der teilnehmenden Menschen sich verändern. Deshalb ist es vielleicht sogar besser diese Veränderungen zu dokumentieren und damit einen Schlüssel für die Weiterentwicklung zu produzieren.

4. Wieso nur hohe Würdenträger auf Konzilien?
Reisen war bis vor gar nicht so langer Zeit extrem gefährlich und extrem teuer. Mobilität ist ein Kind unserer Zeit. Deshalb konnten nur die Spitzen und die Fachleute an Konzilien teilnehmen.
Es ist wahrscheinlich auch besser so. Es muß ja nicht jeder, der glaubt die Taube des Heiligen Geistes gesehen zu haben, seinen Vogel zu Markte tragen.

Pi




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