Re: Kapitulation

Die Ewige Religion

Geschrieben von Elisa am 24. Juli 2001 22:05:50:

Als Antwort auf: Kapitulation geschrieben von muktidasa am 22. Juli 2001 21:28:32:

Hallo!

Erst mal ein dickes Lob: Schöne, interessante Seite ist das hier!

Wegen dem Thema Vorherbestimmung oder Willensfreiheit:

Da kann man sich wirklich das Hirn zermartern, meiner Ansicht nach stimmt beides (so wie die berühmten zwei Seiten einer Medaillie) - auch wenn es sich scheinbar ausschließt.
Aber Wahrheiten sind dualistisch, also bestehen oft aus zwei scheinbar gegensätzlichen Aussagen, die sich logisch betrachtet widersprechen.

Paar Beispiele:

Im Koran, Alten Testament, in buddhistischen, hinduisten Schriften und auch in anderen Religionen wird Gott im gleichen Werk! mal in der Einzahl, dann in der Mehrzahl beschrieben.

Gott ist Alles und Gott ist Einer.

Gott ist sowohl absolut gerecht, als auch allbarmherzig.

Gottes Strafen sind unerbittlich, aber er gewährt sogar bei schwersten Sünden Gnade.

Licht ist sowohl Teilchen, als auch Welle.

Absichtlich hervorgerufene Hormonauusschüttungen (z.B. durch spezielle Lebensmittel, Medikamente, Atem- oder Sporttechniken) rufen eindeutig bestimmte Gefühle und Gedanken hervor. Bewusst eingesetzte Gefühle und Gedanken (z.B. mentales Training, Visualisation, Meditationstechniken) bewirken entsprechende Hormonausschüttungen im Organismus.

Wahre Liebe bedeutet absolute Freiheit und Unabhängigkeit. Wahre Liebe bedeutet vollkommene Treue und Verbundenheit.

Ich könnte diese Liste noch endlos fortsetzen.
Alles hat scheinbar zwei Seiten, die nur zusammen die ganze Wahrheit ergeben!

Intuitiv kann ich das manchmal begreifen, rational begründen jedoch nicht...

Dieser Widerspruch lässt sich menschlich darstellbar nur in poetischen Worten, Malerei oder Musik vollkommen auflösen.
In einer rein rational gehaltenen wissenschaftlichen Abhandlung jedoch nie, das ist genauso aussichtslos, als wolle man mit Hilfe einer high-tech-medizinischen Fahndung den Sitz der Seele oder des Bewusstseins im Menschen finden.

In vielen Heiligen Büchern steht nicht umsonst geschrieben, daß wir nie versuchen sollen, uns ein Bild zu machen, also uns rational eingeschränkt Gott und seine Weisheit vorzustellen. Denn jede intellektuelle Vorstellung ist nur ein winziges Puzzlesteinchen in einem unendlich großen, grandiosen Mosaik, das wir mit unseren Sinnen zwar intuitiv erahnen, aber (noch?) nicht annähernd begreifen können.

Gruß
Elisa






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