Re: Beweise für was?

Die Ewige Religion

Geschrieben von Ahmet am 23. Juli 2001 20:29:26:

Als Antwort auf: Re: Beweise für was? geschrieben von Voltaire am 20. Juli 2001 14:21:11:

Hallo Voltaire

>> Mein Problem beginnt da, wo die vertreter der Religionen anfangen, eine Moral auf ihren Glauben zu gründen, und von anderen zu verlangen, sich an diese Moral zu halten.

Das finde ich auch absoluten Schwachsinn. Ich hoffe nur, dass jeder einzelne Mensch sich selbst erkennt und sich nicht von solchen Religionsvertretern beeinflussen lässt. Das zweite Gebot zeigt uns den Weg, ohne sich an einen Vertreter wenden zu müssen.

>> Wer dergleichen Ansprüche stellt, soll sie gefälligst mit etwas anderem als seinen Gefühlen begründen.

Religionsvertreter benutzen leider Anderes. Deshalb kommen eben die göttlichen Gefühle zu kurz!

>> 220'000'000 Atheisten.> Woher stammt diese Zahl?

Die Zahl stammt aus dem RGG3, einem Nachschlagewerk, dass für Religionswissenschaftler entwickelt wurde. Aber auch im grossen Meyers Lexikon habe ich diese Zahl schon nachgeschlagen.

>> Ich habe ernsthafte Zweifel, ob die "Gottergebenen" wirklich an die Macht des Guten glauben, dazu sind ihre Vorstellungen doch zu unterschiedlich.

Natürlich hast Du recht, wenn Du das sagst. Die heutigen Religionen sind von menschenhand (um)geformt. Aber der Ursprung aller Religionen hatte den gleichen Ansatz und Grund-Gedanken.

>> Außerdem haben besonders die Anhänger der monotheistischen Religionen durch Jahrtausende die Welt mit Kriegen und Terror überzogen. Offenbar ist die religion keine gute basis für ein friedliches Zusammenleben der Menschen.

Auch da bin ich deiner Meinung. Die Religion im heutigen Sinne hat mehr zerstört als zusammengefügt. Das geschah nur, weil das zweite Gebot nicht gehalten wurde. Der Mensch hat sich selbst sozusagen von anderen leiten lassen und damit eine grosse Verantwortung abgegeben. Das finde ich falsch.

>> Nun ja, Problem ist doch: Was kann man glauben, und was nicht? Wonach soll man sich richten? Ich denke das bestehen auf nachvollzihbaren, wissenschaftlichen Beweisen hat etwas für sich. es gibt einfach zu viele Phantasten und Betrüger.

Ich sehe, Du bist sehr skeptisch gegenüber religiösen Aussagen. Das finde ich ja grundsätzlich sehr gut. An deiner Stelle würde ich mich etwas mehr der Religionswissenschaft widmen. Denn da erhälst Du auch diese Antworten, die Du hören möchtest. Da wird nicht nach Wahrheit gesucht, sondern nach Tatsachen. Diese Tatsachen werden dann verwendet um zu vergleichen.

>> Klar, die Natur kann man beobachten und untersuchen, Gott allerdings nicht.

Doch, an fast jeder Universität findet das statt. Gott kann man also auch studieren. Man nennt es jedoch Religionswissenschaft.

>> Nun ja, aber erstmal muss doch die Frage geklärt werden, ob es den Schöpfer überhaupt gibt, bevor man an ihn glauben kann. Die religiösen Bücher behaupten lediglich seine Existenz, ohne sie zu beweisen, oder auch nur plausibel zu machen.

Nun ja, ob es ihn gibt oder nicht, das kann man nicht beweisen. Für mich gibt es den einen Gott, wie er sich in den Zehn Geboten vorstellt. Andere Ansichten und Bildnisse gibt es für mich auch nicht. Nur weil jemand Gott als Person dargestellt hat, heisst dies für mich nicht, dass ich nicht mehr an ihn glauben soll.

Liebe Grüsse

Ahmet

>> Voltaire





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