Re: Keine Religion - kein Bildnis? ...
Geschrieben von Ahmet am 19. Mai 2001 17:30:01:
Als Antwort auf: Keine Religion - kein Bildnis? ... geschrieben von Das lebende Wort am 11. April 2001 17:51:36:
>Hallo zusammen!
>Ich schreibe gerade an einem Beitrag für meine Homepage über die biblische Überlieferung vom "Goldenen Kalb". Hier nur mal das Wesentliche:
>In der biblischen Geschichte verehren die Menschen "plötzlich" fremde Götter, Götzen, so will uns die Geschichte wahrmachen. Und als Folge davon gehen die "Zehn Gebote" verloren (werden zerstört), die Regeln des menschlichen Zusammenlebens - der Menschlichkeit.
>Was heute aus den Übersetzungen nicht mehr erkennbar ist, ist aber dem hebräischen Text zu entnehmen. Und hier ist wahrhaft "Zündstoff" enthalten ...
>Denn die Menschen wechselten nicht etwa zu einem anderen "Gott". Nein, sie verehrten "jhwh" nach wie vor! Es änderte sich nur eines: Aus dem geistigen Begriff "jhwh" wurde ein "Gott", der (bildhaft) verehrt wurde (oder verehrt werden konnte). Nicht mehr ...
>In dem "Bild von Gott" steckt also die Gefahr ... und nicht in "falschen Göttern" oder Glaubensvorstellungen ...
>Wir haben heute viele Bilder in vielen Religionen - und wundern uns, daß kein Frieden herrscht auf Erden. Und wundern uns, daß ganz unterschiedliche Menschen ganz unterschiedlicher Glaubensrichtungen so gut miteinander harmonieren können.
>Die Basis ist "jhwh" - ein geistiger glaubensübergreifender Inhalt.
>Die Basis ist kein Bild ... das gefährlich sein kann ... so lautet die Warnung der biblischen Überlieferung vom "Goldenen Kalb". So - und nicht anders!
>Sind Religionen oder Bilder nun generell "falsch"? Nein, sicherlich nicht. Solange sie Träger des biblischen "jhwh" - der Menschlichkeit - sind und keine unfehlbaren Bilder liefern, die das "jhwh" in den Hintergrund drängen (können).
>So wie es viele Gläubige vieler Glaubensrichtungen auch verstehen, seien sie nun Moslems, Juden, Christen, Atheisten, Buddhisten, Hinduisten usw.
>Das Bildnis birgt Gefahren - und nicht die falsche Glaubensvorstellung, die immer nur eine sehr persönliche sein kann. Dies soll uns das "Goldene Kalb" ins Gedächtnis oder Bewußtsein rufen. Doch der "Ruf" verhallt, indem man uns weismachen will, das es wahre und falsche "Bildnisse" geben soll ...
>"JHWH" war es, der den Inhalt der Zehn Gebote inhaltlich bestimmt.
>Und hier nun der angebliche "Götzendienst" der "Abgefallenen" (Ex. 32,5):
>"Und da Aaron das sah (das Bild), baute er einen Altar vor ihm, und ließ ausrufen und sprach: Morgen ist das Fest JHWH." ...
>Das allein dieses - uns allen nur zu gut bekannte Bild (vom Bild und Altar) - ausreichte, um die Zehn Gebote (als Sinnbild der Menschlichkeit) verlorengehen zu lassen, stimmt sehr sehr nachdenklich ...
>Liebe Grüße
>Das lebende Wort