Zeichen auf der Stirn?

Die Ewige Religion

Geschrieben von Ahmet am 01. Januar 2001 18:47:17:

aus "Religion in Geschichte und Gegenwart":
Viele Religionen verwendeten Wasser schon sehr früh als Symbol der Reinigung. In der Antike nahm man rituelle Bäder im Ganges in Indien, im Euphrat in Babylonien und im Nil in Ägypten. Auch die hellenistischen Mysterienkulte kannten rituelle Bäder. Die Thora (ewiges Gesetz) sah die Taufe (griechisch baptein: eintauchen) durch Verwendung von Wasser bei der täglichen, rituellen Reinigung vor (A.T., Levitikus 11, 25-40; 15, 5-7). Schon die Kultur Abrahams kante dieses Ritual. Neben der Beschneidung musste jeder, der sich Gott verpflichtet fühlte, sich täglich in Wasser eintauchen, um so zu zeigen, dass er den Bund mit Gott akzeptiert (tebilath gerim).

In der frühen Kirche war wahrscheinlich die einmalige Kindstaufe üblich. Damit glaubte man, der jüdischen Tradition zu folgen. Die Apostolische Überlieferung schreibt die Kindstaufe sogar ausdrücklich vor. Weil man aber glaubte, dass nach der Taufe begangene Sünden nicht mehr (oder nur einmal) vergeben werden könnten, zögerte man die Taufe oft so lange wie möglich hinaus. Das um etwa 660 n.Chr. eingeführte Zahlungssystem der Kirche, um Busse abzulegen, ermöglichte eine weniger strenge Haltung gegenüber den nach der Taufe begangenen Sünden. Statt dessen nahm die Angst zu, ungetauft zu sterben. So wurde die Kindstaufe seit dem 7. Jahrhundert allmählich verpflichtend. An der Stirn oder am rechten Handgelenk wurde das Symbol des Kreuzes durch den Priester rituell vollzogen.

Fällt jemandem dazu spontan etwas ein?

Ich wünsche Euch allen ein gesundes Neues Jahr....
Liebe Grüsse
Ahmet





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