Re: Erlaubte Jesus Schweinefleisch?

Die Ewige Religion

Geschrieben von Kleingeist am 08. Januar 2006 18:12:

Als Antwort auf: Erlaubte Jesus Schweinefleisch? geschrieben von Kudrun am 01. Januar 2006 19:05:

Ich auch was dazu sagen will!

Hallo erstmal! :-)

Jesus sagte des öfteren, wenn strenge gesetzmäßige Juden sich daran stießen, dass Schweinefleisch und andere der Satzung Mose widersprüchlichen Dinge gegessen wurde, dass es nicht das sei, was in den Mund hineingehe, was den Menschen verunreinige, sondern was aus ihm herauskommt.
Die Speisevorschriften, die Mose gegeben hatte, sind nie aufgehoben worden. Aber es waren auch nie VORSCHRIFTEN! Nichts, das Gott den Menschen je gegeben hat, hat er als Vorschriften gegeben, sondern immer nur als guten Rat, den man um seiner selber willen besser befolgen sollte, denn Gott kennt alle Dinge und ihre Verhältnisse, der Mensch jedoch nicht. Und so ist auch alles, was wir in diesem Zusammenhang vor uns haben (die Bücher Mose, die Lehre Jesu) etc. stets nur eine gutgemeinte Ermahnung, nie aber ein sanktioniertes Gesetz, wie es die Menschen aufstellen. Jesus hat oft davor gewarnt, zu viele sanktionierte Gesetze aufzustellen, da des Menschen Herz dadurch nicht edler sondern nur unedler wird. Die Menschen jedoch müssen ihrem Machtwahne gemäß alles sanktionieren.
Was nun die Speisevorschriften, genau wie die Waschungen angeht, so hat alles seinen höchst praktischen und niemals einen religiös-kultischen Sinn. Natürlich soll man sich die Hände vor dem Essen waschen (zumal damals im Allgemeinen mit den Fingern gegessen wurde), damit man nicht krank wird. Und auch die Speisevorschriften haben den Grund gehabt, den Menschen durch die richtige Ernährung zum einen gesund zu erhalten, zum anderen ihm aber auch einen gewissen geistigen Spielraum zu geben. Denn in einem Körper, der zu sehr mit allerlei mehr schadenden denn nützenden Speisen regelrecht vergiftet wird, kann sich die Seele nicht frei entwickeln, da sie mehr damit zu tun hat, den Körper am Leben zu erhalten und die ganzen Gifte herauszuschaffen, als für Höheres aufnahmefähig zu werden. Es ist so auch kein Wunder, dass die Menschen allen Kontakt zu geistigen Sphären (das meine ich nicht esotherisch) verloren haben, da die Seele durch die falsche Ernährung gar keine Zeit mehr hat, sich mit derlei auseinanderzusetzen. Auch ermattet die Seele in einem solchen Körper derart, dass sie am Ende nicht mal mehr fähig wird, sich etwas anderes als die sie umgebende Materialität vorzustellen.
Jesus hat die Speisevorschriften Moses sogar bekräftigt. Dennoch hat er in aller Deutlichkeit zu verstehen gegeben, dass daran nicht soviel liegt, wie daran, dass das Herz rein von bösen und selbstsüchtigen Gedanken ist. Eine reine Ernährung kann der Seele in ihrer Entwicklung helfen, aber Sinn und Wille der Seele müssen vorher die richtigen sein - das ist viel wichtiger als eine reine Ernährung und Jesus hat die Pharisäer, Schriftgelehrten und Gesetzesjuden deshalb zurechtgewiesen, weil sie sich zwar an die Satzungen gehalten haben, ihr Herz dabei aber verstockt war.
Schweinefleisch zu essen ist bestimmt nicht das Gesündeste, - und es roh zu genießen, da liegt schon ein gewisser Wahnsinn drin, dem auch immerwieder schlimme Erkrankungen folgen. Aber Jesus sagte zu seinen Jüngern auch, dass sie, so sie in ein Haus kommen, essen sollten, was ihnen vorgesetzt wird. Außerdem hat er sogar erklärt, wie das Schweinefleisch zubereitet werden kann, damit es seinen unreinen Charakter verliert. Wer glauben will, glaube. Wer nicht, dem wird hierdurch bestimmt nichts entgehen.

Liebe Grüße,
Kleingeist

GEJ 05, 239:

03] »Was dir vorgesetzt wird, das iß, und es wird weder deinem Leibe, noch irgend deiner Seele schaden; nur vor der Unmäßigkeit hat sich jedermann, und somit auch ihr, zu hüten.
04] Was übers Maß ist, das ist für den Menschen vom Übel. Unmäßigkeit im Essen erzeugt Magenkrankheiten, - Unmäßigkeit im Trinken aber erzeugt neben den Magen- und Brustübeln auch die Geilheit des Fleisches und gebiert die Unzucht aller Art und Gattung.
05] Darum seid in allem mäßig und nüchtern, und ihr werdet in einem stets gesunden Leibe auch eine gesunde und heitere Seele haben! Wer aber da Speise für sich und für andere bereitet, der bereite sie frisch und gut, so wird sie ihm nicht schaden! Dies merket euch auch zu dem vielen andern hinzu!«
06] Petrus aber fragte noch und sagte: »Herr, sündigen die sonst oft sehr achtbaren Heiden nicht, so sie das Fleisch der unreinen Tiere essen? Denn uns Juden ist es untersagt, und wer es äße, würde eine grobe Sünde gegen das Gesetz Mosis begehen.«
07] Sage Ich: »Im Notfalle kannst auch du als ein strenger Jude aller Tiere Fleisch essen, und es wird dir gut dienen; denn alle Nahrung, die zu nehmen ein Mensch durch die Not gezwungen wird, ist von Mir aus gereinigt, - nur muß er dabei eine noch größere Mäßigkeit beachten!
08] Das Fleisch der Schweine ist gut; aber es muß das geschlachtete Tier sehr gut ausbluten, dann bei sieben Tage lang in Salz und Essig mit Thymiankräutel eingeschwert liegen. Darauf nehme man es aus solcher Beize, trockne es mit Linnen gut ab und hänge es dann einige Wochen lang in den Rauch von gutem Holze und Kräutern, bis es völlig hart und ganz trocken wird. So man es dann genießen will, so siede man es zuvor in halb Wasser und halb Wein mit Thymian und Steinwürzlein (Petersilie), und man wird damit ein gutes und gesundes Nährmittel auf dem Tische haben; doch müssen diese Tiere stets im Winter geschlachtet werden.
09] Wie da aber mit den Schweinen, so ist auch mit den andern unreinen Tieren zu verfahren, so ihr Fleisch bei mäßigem Genusse dem Menschen nicht schaden soll. Wie aber mit den Landtieren, ebenso auch mit dem verschiedenartigen Gevögel der Luft und mit dem mannigfachen Getier in den großen Meeren!
10] Und nun wirst du, Petrus, etwa wohl wissen, was du essen darfst und wie, damit du nicht sündigest wider deinen Magen und auch nicht wider deine Seele! Nun aber laßt uns schnell das Mahl nehmen und darauf sogleich weiterziehen!«





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