Re: Der Mann konnte Städte bauen!
Geschrieben von Ahmet am 17. März 2005 12:23:11:
Als Antwort auf: Re: Indoeuropäer die ersten Frauendiskriminierer? geschrieben von Emilia am 16. März 2005 21:47:
Hallo Emilia,
Emilia: Man fragt sich welche Motive oder Ängste die damaligen Gesellschaften trieben, daß sich so eine Unkultur gegen Frauen etablieren konnte, und ob der Kult der großen Mutter für die Männer der damaligen Zeit eine Art Bedrohung darstellte, die diese Verachtung zumindest Ansatzweise erklären könnte.
In der Steinzeit denke ich, war die Frau für den Mann etwas besonderes, denn es war die Frau, die das überleben sicherte. Sie war Sammlerin, während das Einkommen des Mannes bei der Jagt keine Überlebensgarantie bot. Da war der Mann meist der Erfolglose und die Frau ermöglichte es, eine Familie weiter zu führen, indem sie in der Lage war Menschen zu gebären.
Deshalb könnte es psychologisch gesehen durchaus sein, dass das weibliche Geschlecht an manchen Orten (vielleicht gegen Ende der Steinzeit) diese Macht ausnutzte und den Mann zu verachten begann. Ich meine es so, dass vielleicht der Mann unter den Frauen als nutzlose Sache gesehen wurde, und als Schwach galt. In jener Kultur stand sogar die Frau beim Ackerbau auf dem Feld.
Dann aber, wendete sich das Blatt, als der Mann herausfand, dass er genauso als Spender des Lebens beteiligt war. Dazu kam die Wichtigkeit des Mannes, bei der Neuorganisation vom einfachen Ackerbau zum Stadtleben. Der Mann übernahm dank seiner körperlichen Kraft die Macht und führte die Frau mit psychologischem Einfluss auf das heutige falsche Bild. Durch die Völkerwanderungen vom Norden Indiens (Entstehungsort der Indoeuropäer) in alle Richtungen kann man noch heute verfolgen, wohin es diese Un-Kultur weitertrug.
Emilia: Auch in den monoth. Religionen wird Gott immer männlich definiert: Gott Vater ,Herr ,oder er;
Das ist aber erst ca. seit 500 v.Chr. endgültig in den Monotheismus eingeflossen. Denn die monotheistischen Semiten (Religionen vor dem Judentum) kannten keine Personifizierung von Gott. Viel mehr war die Rede von einer Macht in mehreren Himmeln bzw. einem Himmelsheer (Gott in Mehrzahl). Ich denke, es waren die damaligen Schriftgelehrten (Pharisäer), die das männliche Bild in die Bibel führten. Später hatte dann Jesus genau diese frauenfeindlichen Ansichten der Pharisäer kritisiert, wie man in den Evangelien nachlesen kann.
Da es aber wiederum die Römer in der Hand hatten, wie Jesus Gott hätte angesprochen haben sollen, hat man das damals geschlechtneutrale, bildnislose aramäische Wort "Aloho" (deutsch: Gott) als Herr bzw. Vater in die Bibel gesetzt.
Damals war es in der römischen und griechischen Kultur, des Entstehungsortes unserer Bibel, patriarchalisch beherrscht.
Gruss
Ahmet