Echte Kreuzigungen an Karfreitag!

Die Ewige Religion

Geschrieben von Klaus am :

Geschrieben von Klaus am 07. April 2004 17:25:44:

Aus meinem Tagebuch:
Am Karfreitag ziehen die "Verurteilten" gegen Mittag vor die Stadt, verfolgt von Kameraleuten und Fotografen und lassen sich mit echten Nägeln ans Kreuz nageln, und zwar durch die Handflächen und auch durch die Füsse. Ein etwas makabres Spektakel. Sechs Männer und eine Frau (eine Nonne und Geisterheilerin) haben sich diesmal am falschen Hügel Golgota (es war nur eine Mini-Anhöhe inmitten eines Feldes) eingefunden. Die Nonne hat es etwas länger ausgehalten und hat die ganze Zeit dabei geschrieen. Außer den Gekreuzigten gab es noch dutzende 'Geissler', die sich mit Bambusbündeln an einer Schnur auf den Rücken klopften. Damit auch das Blut spritzte, wurden sie vorher mit Glasscherben am Rücken aufgeritzt. Nun das ganze ist natürlich eher ein Spektakel für die Touristen. Es wirkt eher wie ein Volksfest oder Sport (Wer hällt es wohl länger aus) als eine religiöse Zeremonie: Am Weg zur Kreuzigungsstätte und rund um die Anhöhe stehen Imbissbuden, Eisverkäufer, die das Geschäft des Jahres machen. Die meisten 'Geissler' sind junge Buam, die sich etwas beweisen wollen. Die, die sich ans Kreuz schlagen lassen, erhoffen sich Befreiung von Sünden. Oder einer, der es schon einige Jahre macht, ist einmal vom Dach geflogen und hat keinen Kratzer davongetragen und seither lässt er sich ans Kreuz schlagen , um Gott zu danken (das stand in der Lokal-Zeitung). Mehrere Stunden soll er vor Jahren am Kreuz ausgehaltet haben. Insgesamt ist es ein eher seltsames Spektakel. Gerüchteweise werden einige der Gekreuzigten auch bezahlt, was der Bürgermeister laut Zeitungsberichten aber abstreitet.





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